Home   Kontakt   Sitemap
Über uns
Bilder
Angebot
Abteilungen
- Mutter Kind
- Kinder Turnen
- Jugend Sport 1
- Jugend Sport 2
- JS 1a Mädchen 06-09 Jahre
- JS 1b Mädchen 06-09 Jahre
- JS 2a Mädchen 10-13 Jahre
- Polysportiv Mixed
- Badminton
- Handball
- Unihockey
- Volleyball
- Leichtathletik
- Trampolin
- Break-Dance
- Hip Hop
- TAO & TANZ
- Kinder Aerobic
- Step-/Aerobic
- Gymnastik
- Frauen-Turnen
- Gesundheitsturnen
- Turnen für Alle
Veranstaltungen
Sponsoren
Archiv
Gästebuch
Links
Intern


Besucher
Gesamt:533386
Heute:10
Gestern:269
Bester Tag:690
Jetzt online:6
Top online:52

Frauen Turnen
Admin
Turnfahrt 2009
Hinterzarten 18./19. September 09

Unser Turnerinnen-Grüppchen entert heute im Badischen Bahnhof den Regionalzug Richtung Freiburg. Wir profitieren wiederum von einer deutschen Gruppe&Spar-Fahrkarte. Carmen hat jedem seinen Teilnehmercoupon vor dem Bahnhof in die Hand gedrückt und wir erwarten nun vom Kondi ein Loch mit der Zange. Da er uns aber nur mit dem Datums-stempel dienen kann, offeriert er uns, ein Loch hineinzubeissen, aber mit der latenten Bedrohung von Schweinegrippe geben wir uns halt für diesmal ohne Loch zufrieden. Auch nach dem Unsteigen in Freiburg haben wir kein Problem, dass die ganze Gruppe im selben Wagon im Oberdeck einen Platz findet. Bereits wird der erste Rucksack erleichtert und es wird mit einem Chlöpfmost auf ein gutes Gelingen unserer Turnfahrt angestossen. Abenteuerlich führt uns Carmen auf unserer Reise durchs Himmelreich und das Höllental ans Ende der Welt nach Hinterzarten. Wer kennt schon Hinterzarten? Wir haben mit unseren Röllelikoffern nicht weit, denn der gediegene Schwarzwaldhof befindet sich gerade neben dem Bahnhof, wo wir am Stammtisch zuallererst eine Kaffeepause einschieben. Das gröbere Gepäck können wir hinter dem Tresen deponieren, während wir uns auf unseren heutigen Fussmarsch machen, wo sich der Weg Ausgangs Dorf bald irgendwo im Wald verliert. Heidi und Carmen scheinen trotz allem noch einen richtig schweren Rucksack mitzuschleppen, denn sie halten schon bald krampfhaft nach einem Bänkli Ausschau. Dabei ist das gar nicht, weil sie schon müde wären und eigentlich ist es ja schon eine richtige Tradition, aber trotzdem auch heute wieder eine gelungene Überraschung, dass aus den Tiefen ihres Gepäcks ein Riesenberg Schinkengipfeli und die unvermeidliche Flasche Weisswein hervorgezaubert werden.
Munter geht’s weiter durch einen gefährlichen, märchenhaften, mit Moos und Farn bewachsenen Wald. Auch wenn man im Wald keine Angst hat, könnten einem doch das treue Augenpaar eines Berner Sennenhundes zum Verhängnis wer-den, die einen ins Abseits locken...
Auch beim „Hexehüsli“ kommen wir dank unserer gut funktionierenden Gruppendynamik ungeschoren vorbei. Aber nach-her passiert es: in Titisee in einem Café am Titisee – da gehorcht man nur noch dem blinden Triebe und bald türmen sich vor unser Nase Kaffee und Kuchen in ungewollter Quanti- und ungeahnter Qualität. Gut haben wir noch einen rechten Fussmarsch vor uns, denn es sollte ja heute Abend noch ein viergängiges Menü Platz haben.
Der Heimweg zurück nach Hinterzarten führt uns direkt an der Skischanze vorbei. Das heisst, es sind deren vier, schön der Grösse nach geordnet nebeneinander, vom Baby bis zum Papa. Seit den Zwanzigerjahren springt man in Hit-nerzarten Ski und die grösste Schanze, die immer wieder ausgebaut und erweitert wurde, erlaubt nun seit 1999 Sprünge bis zu 110 Metern. Die drei kleineren Schanzen sind erst vor vier bis fünf Jahren erstellt worden und sollen den jugendlichen Skispringern optimale Trainingsbedingungen bieten. 2010 findet in Hinterzarten die nordische Junioren-Ski-WM statt. Aber gerade heute läuft rein gar nichts. Kein Wasser, das die Anlaufspur annetzt und auch den Aufsprungbereich bewässert. So haben die Kunststoffmatten auch im Sommer fast die gleiche Gleiteigenschaften wie Schnee und Eis und die Anlagen werden fast das ganze Jahr über zum Trainieren benützt.
Putzt und gstrählt und im schönen Biedermeierzimmer etwas ausgeruht, treffen wir uns zu einem Apéro im Restaurant. Ein Cüpli? Was ist das? Und überhaupt, Apéro kennt man glaub hierzulande nicht, denn wir haben mit unserem „Gläs¬chen Sekt“ noch gar nicht anstossen können, da wird bereits die erste Vorspeise serviert. Das Weitere folgt Schlag auf Schlag. Jedes konnte sich heute Vormittag aus sechs verschiedenen Hauptgangmenüs etwas aussuchen und alles ist ausgezeichnet.
Bei diesem vorgelegten Tempo ist der Abend nach dem Dessert noch viel zu jung und es drängt sich ein Verdau-ungsspaziergang durchs Dorf geradezu auf. Anschliessend trifft man sich dann doch noch in der Hausbar zu einem Schlummertrunk. Mit unserer Bestellung bringen wir den norddeutschen Kellner auch hier in Verlegenheit. Fragezeichen! Was soll eine Stange mit einem Bier zu tun haben? Andererseits, was hat ein Radler mit einem Bier gemeinsam?
Sicherheitshalber verteilt er die Karte, dann kommt man wenigstens nicht in Versuchung noch ein „Framboisele“ zu bestellen und so hilft uns der Himbeergeist, das feine Nachtessen und den Rest vom Kaffee und Kuchen gütig zu vertei-len. Lustig klingt der Abend aus. Bis wir ins Bett gehen, bleibt jedenfalls kein Auge trocken.

Samstag
Ungeduldige können das umfangreiche Frühstücksbüffet im Hotel Schwarzwaldhof eigentlich gar nicht so richtig würdi-gen, denn für nachher ist eine Überraschung angesagt. Die heutige Wandertour kommt später. Gwundrig folgen wir Carmen zum Hugenhof, einem ehrwürdigen, alten Schwarzwälder Haus, das etwas am Rande des Dorfes gelegen ist. Eine ältere Dame öffnet gerade für uns ihr Ski-Museum. Mit einer Begeisterung und leuchtenden Augen führt sie uns durchs Haus und erklärt all die Exponate und erzählt uns die Familiengeschichte des Hinterzartner Georg Thoma.
Georg Thoma, die Skilegende, die 1960 (einige von uns waren dann ja noch gar nicht auf der Welt!) in Squaw Valley die Norweger endlich besiegt und die Goldmedaille heimgebracht hat, muss einfach jeder kennen!! Aber diese Ehrenurkunde in der Vitrine zu knipsen, um sie in den Bericht zu integrieren und damit der Nachwelt zugänglich zu machen, damit nicht noch andere ins gleiche Fettnäpfchen treten, ist dem Paparazzo strengstens verwehrt. Aber interessant und kurzweilig bringt uns Frau Wagner alles rund um Ski- und Weltmeisterschaften näher. Und wenn wir unseren Simi Ammann sehen wollen, kann man höchstens seinen grässlichen Sturz auf einem Videoclip mitverfolgen. Ob dies wohl Schadenfreude ist?
Nachher geht’s aber los, bergan wieder durch moosigen Wald, vorbei bei Säbelthoma Richtung Windeckkopf. Voraus vertieft ins Gespräch die einen, aber doch immer wieder auf jene wartend, deren Puste für ein Gespräch nicht ausreicht. Der Pfad führt uns der Thoma-Skiliftschneise entlang hinauf und Carmen verspricht uns in die Hand, dass man oben ist, wenn man oben ist. Natürlich meint sie die Aussicht über ganz Hinterzarten und Schwarzwald, die wir nun dort beim Thoma-Skilifthäuschen während unserem Picknick geniessen können.
Was da wieder alles zum Vorschein kommt! Ein grosser Waseliwas? – ein schoggistängeliloser Schoggistängelikuchen, ganz ohne Nüsse!!! Dafür aus einem andern Rucksack grad zleid eine Zwölferpackung Schoggistängeli, welche uns für den Alpabstieg wieder neue Energie liefern.
Das erste Ziel unten in der Zivilisation ist die Skihütte Thoma, wo man den Flüssigkeitsbedarf mit einem grossen Radler wieder auftanken kann.
Von hier ist es dann nicht mehr so weit und obwohl eine Bushaltestelle direkt vor dem Haus wäre, hat Carmen kein Musik-gehör, denn die schönen, blumengeschmückten Schwarzwald-Bauernhöfe mit ihren Kruzifixen im Garten und den Hoch-landrindern auf der Weide lohnen sich alleweil, dass man sie wandernd in aller Ruhe beäugen kann.
Bestens in der Zeit reicht es uns, das wiederum hinter dem Tresen deponierte gröbere Gepäck auszulösen und wir win-ken bald dem schönen Schwarzwalddorf Hinterzarten Adé. Auf und neben den bequemen Klappfauteuils durchfahren wir abermals im Zug Höllental und Himmelreich, quetschen uns in Freiburg in die engen Sitze des Regionalzugs und bald schon endet im Badischen Bahnhof unsere diesjährige Turnfahrt.

Vielen Dank, liebe Carmen für die gute Organisation!

Rita

Die Fotos sind da.

(24.09.2009)



Philosophie
Wir sind ein aufgestelltes Team und möchten unsere Beweglichkeit beibehalten


Kontaktperson
Carmen Wertenberg
Schledernweg 24, 4143 Dornach
061 / 701 79 58
Email